Betrachtet man die abgelaufene Saison rein von dem Tabellenplatz und den Ergebnissen so kann man eigentlich nur von von einer schlechten Saison sprechen. Schaut man sich den Verlauf, die Entwicklung und die Leistung der Mannschaft über die Saison an, so gab es doch auch positive Aspekte, auf welche man durchaus aufbauen kann.
Zugänge |
In der Vorbereitung auf die Spielzeit freute man sich im Lager des ATSE über zahlreiche Zugänge. Von den Dukes stießen Goalie Paul Mocher sowie Mathias Kaltenegger und Clemens Lennkh zu den Eggenbergern. Das Gros der Zugänge stammte aber aus Eishockeyakademie Steiermark. Mit Florian Angerbauer, Tobias Fellner und Thomas Murg vier neue Jungs für die Defensive und für die Offensive Jonas Nemas und Maximilian Schwarz. Der Verein freut sich, dass mit diesen Zugängen der Wandel zu einem echten Grazer Stadtklub endgültig vollzogen wurde.
Abgänge |
Abgangtechnisch schmerzhaft die Rückkehr von Stefan Trost, dessen Leihvertrag nicht verlängert werden konnte sowie von altbewährten Stützen aus der Generation Eliteliga (Pirmin Riedmann, Andreas Meixner, Georg Hatzenbichler, Florian Panger, Bernhard Strohmeier, Philipp Haas). Weiters nicht mehr im Jersey des ATSE Gernot Fally, Lukas Telsnig, Jonas May, und Fabian Möth. Wir bedanken uns bei allen Jungs für ihren Einsatz für unseren Klub und wünschen ihnen alles Gute!
Saisonverlauf |
Die Mannschaft hat sich, trotz zahlreicher Zugänge, unter Leitung von Coack Markus Losch rasch gefunden und startete mit viel Euphorie in die die Vorbereitung. Das Trainingslager in Szombathely trug sicherlich das seine zum Tembuilding dabei. Das erste Spiel gegen Szombathely Penguins konnte klar gewonnen werden und auch bei der Niederlage im Gössercup gegen den regierenden ÖEL Meister, KSV, konnte man durchaus positives gewinnen. Ein internes Freundschaftsspiel gegen Peggau wurde durch eine Verletzung unseres Neuzugangs Tobias Fellner überschattet, für den die Saison leider gelaufen war.
Im ersten Viertel der Meisterschaft traf man jeweils zweimal auf die Sharks aus Gmunden sowie den HDK Maribor. Nachdem man nur eines dieser Spiele gewinnen konnte, war es ein Dejavu der letzten Jahre. Aufgrund der wenigen Grunddurchgangsspiele geriet das Team bereits nach diesen vier Partien enorm unter Druck.
Diesen Rucksack konnte die Mannschaft lange nicht ablegen. Als man sich an das wesentlich höhere Niveau der Liga angepasst hat, folgten zwar starke Leistungen aber unter dem Strich standen unzählige Niederlagen mit nur einem Treffer Unterschied und somit Null Punkte. Der Heimsieg zu Weihnachten gab zwar nochmal Hoffnung auf eine Playoff Teilnahme, die notwendigen Punkte dafür konnten leider nicht eingefahren werden.
FAZIT |
Die sportlichen Baustellen aus dieser Saison wie z.B. fehlende Konstanz, Kaltschnäuzigkeit im Abschluss, sollte auch durch die Gewöhnung der jungen Spieler an die ÖEL behebbar sein. Eines hat diese junge Mannschaft aber eindrucksvoll gezeigt. Sie verfügt über einen sehr starken Charakter und hat auch durch eine Niederlagenserie nie den Glauben und schon gar nicht den Teamspirit verloren. Da hat man selbst bei routinierteren Teams Verfallserscheinungen gesehen.
Beim ATSE ist man überzeugt, dass mannschaftlich das Fundament für die nächsten Jahre gefunden zu haben, welches man punktuell stärken wird und damit wieder eine ernsthafte Rolle im Kampf um die Playoffs zu spielen. Let´s go Boys!